Der Brief des Soldaten Johann

Mai 2016 | Soldat Johann ist im Juli 1879 in Torgau stationiert. Von dort aus schreibt er nach Hause. Der Brief ist sehr persönlich. Johann hat Heimaturlaub beantragt, berichtet von einem im Fluss ertrunkenen Kameraden und macht sich Sorgen um seine Mutter.

Der Brief bleibt in der Familie und wird wie ein Schatz über Generationen aufbewahrt und weitergegeben. Da es jedoch immer weniger Menschen gibt, die die deutsche Schreibschrift aus dieser Zeit lesen können, beschließt  Johanns Urenkel eine Abschrift in lateinischen Buchstaben von mir anfertigen zu lassen. Ich empfehle die typographische Font „Zapfino“ von Hermann Zapf und mache mich an die „Übersetzung“. Die Gestaltung des Briefumschlages hingegen wird kalligraphisch umgesetzt. Ein Stück Familiengeschichte wird wieder erfahrbar.